Sport im Winter

Strahlend blauer Himmel, eisige Temperaturen, glitzernder Schnee – wie wäre es mit etwas Sport im Freien? Die Bewegung an der frischen Luft stärkt insbesondere in der kalten Jahreszeit unsere Abwehrkräfte. Ein weiteres Plus für unseren Körper: Sonnenlicht, das die Produktion des lebensnotwendigen Vitamins D anregt – ein Vitamin, das unsere Muskeln und Knochen stärkt.

Auf richtige Kleidung und winterfestes Schuhwerk achten

Je nach Sportart sind unterschiedliche Kleidungsarten empfehlenswert. Falls Sie eine Ausdauersportart wie Joggen ausüben und daher permanent in Bewegung sind, brauchen Sie sich nicht so warm anzuziehen wie wenn Sie einen Sport betreiben, bei dem Sie sich zwischendurch auch weniger bewegen – wie beispielsweise beim Skifahren oder Rodeln. Empfehlenswert ist es generell, die Kleidung in Zwiebelschichten zu tragen. Zum einen können sich zwischen den Textilschichten wärmende Luftpolster bilden. Zum anderen lassen sich einzelne Kleidungsschichten bei Bedarf schnell ausziehen.

Besonders wichtig: Bevorzugen Sie möglichst atmungsaktive Kleidung aus Mikrofasern. Diese sogenannten Funktionsstoffe sorgen für eine optimale Luftzirkulation und verhindern, dass sich Schweiß auf der Haut oder in der Kleidung staut. Daher sollten Sie zum Sportmachen auch möglichst keine Baumwolle tragen: Diese fühlt sich zwar angenehm auf der Haut an, saugt sich jedoch leicht mit Schweiß voll – was zu einem unangenehmen Frösteln und Auskühlen führt.  Achten Sie auch darauf, dass Sie keine absolut winddichte Jacke tragen: Denn auch hier wird die Luftzirkulation gestört.

Damit Sie beim Laufen in verschneiten Winterlandschaften nicht ins Rutschen geraten, tragen Sie winterfeste Schuhe mit einem guten, griffigen Profil. Und: Verzichten Sie bei Eisglätte möglichst aufs Joggen – denn hier hilft selbst das beste Schuhprofil nichts.

Aufwärmen und richtiges Atmen an kalten Wintertagen

Ob gemütliches Laufen auf der Stelle, Seilspringen oder den klassischen Hampelmann hüpfen: Das sogenannte Warm-up ist die Voraussetzung, um fit genug für die sportliche Betätigung bei eisigen Temperaturen zu sein. Unser Bewegungsapparat wird dadurch auf die richtige „Betriebstemperatur“ gebracht, die Muskulatur ist optimal durchblutet. Ferner reduziert sich das Risiko von Muskelschmerzen, Zerrungen und Faserrissen deutlich. Planen Sie beim Aufwärmen etwas mehr Zeit als im Sommer ein.

Atmen Sie beim Sport an kalten Wintertagen möglichst durch die Nase – so können Sie Infekte und Reizhusten entgegen wirken. Durch die Nasenatmung wird die Luft erwärmt und kommt gefiltert in den Bronchien an. Wenn die Temperaturen auf eisige minus zehn Grad und weniger fallen, sollten Sie Ihre Atemwege zusätzlich vor der kalten Luft schützen, beispielsweise mit einem atmungsaktiven Tuch oder einem Schal vor dem Gesicht. Falls Sie ein brennendes Gefühl in den Bronchien spüren, ist es zu kalt – beenden Sie Ihr Sportprogramm.

Wintersport bei Erkältungen und Vorerkrankungen

Leiden Sie unter einer akuten Erkältung, ist es aus ärztlicher Sicht besser, mit dem Training zu pausieren und erst wieder Sport zu treiben, wenn sich Ihr Körper erholt hat.
Vorsichtig sollten Sie auch bei Vorerkrankungen wie Asthma sein – denn Bewegung bei kalter Luft kann ein sogenanntes Belastungasthma auslösen.  Und auch bei Bluthochdruck oder einer koronaren Herzerkrankung sollten Sie besser körperliche Belastungen bei klirrender Kälte vermeiden, da sich die Krankheitssymptome verschlimmern können. Lassen Sie sich in diesen Fällen ärztlich beraten. 

 

 

erstellt am: 13.12.2017