Kürbis, der herbstliche Alleskönner

Herbstzeit ist Kürbiszeit – und viele gute Gründe sprechen für den gesunden Sattmacher: Je nach Sorte haben 100 Gramm Fruchtfleisch gerade mal 27 Kalorien und liefern dabei wertvolle Nährstoffe. Dabei zeigt sich der Kürbis in der Küche äußert vielseitig. Ob als Auflauf, Suppe, Marmelade, Chutney oder Kuchen: das Fruchtfleisch ist für kulinarische Leckerbissen bestens geeignet. Und auch die Kerne sind – pur oder in Form von Öl – eine Bereicherung für jeden Speiseplan.

Die wichtigsten Kürbissorten

Heute gibt es fast 1.000 verschiedene Arten von Kürbissen. Sie unterscheiden sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack. Bekannt sind vor allem folgende Sorten: Hokkaido, Muskat-Kürbis, Gelber Zentner und Early Butternut.

Hokkaido
Geschmacklich ist der kleine Kerl mit seinem kräftig-süßlichen Aroma einer von den aromatischsten Sorten. Praktisch ist seine Schale: denn ob grün oder orange – sie ist so dünn, dass sie mitgegessen werden kann. Da das Fruchtfleisch kaum Fasern hat und beim Kochen bissfest bleibt, lässt sich der Hokkaido angenehm verzehren. In der Küche ist der Allrounder vielfältig einsetzbar: vor allem für Kürbissuppen, Kürbiskuchen, Kürbismarmelade oder Kürbisrisotto. Besonders gut harmoniert Hokkaido mit Ingwer und Chilis, weshalb er eine schmackhafte Zutat für indisches Curry ist. 

Muskatkürbis
Stark gerippte Schale in leuchtenden Herbstfarben: Der Muskatkürbis ist ein regelrechter Hingucker.
Geschmacklich überzeugt er durch ein süß-säuerliches Fruchtfleisch mit leichter Muskatnote. Gesteigert werden kann dieses feine Aroma, indem man frisch geriebene Muskatnuss über das Kürbisgericht streut.

Gelber Zentner
Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Gelbe Zentner ein Riese unter den Kürbissen, der bis zu stolze 50 Kilogramm auf die Waage bringt. Er ist preiswert und wird in Stücke geschnitten verkauft. Charakteristisch für diese Kürbissorte ist das gelbe, wasserreiche und besonders milde Fruchtfleisch. 

Early Butternut
Der Butternut-Kürbis hat wenig Kerne und eine dünne Schale, was ihm einen hohen Fruchtfleischanteil einbringt. Er punktet mit seinem buttrigen, nussartigen Aroma und zergeht dabei förmlich auf der Zunge. Dank seiner Birnenform eignet er sich gut zum Füllen.

Gesundheitliche Aspekte

Nicht nur lecker, sondern auch gesund: Insbesondere im orangefarbenen Hokkaido steckt mehr Beta-Karotin als in Karotten. Beta-Carotin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und die Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt. Ferner wird Beta-Karotin im Körper in Vitamin A umgewandelt – ein wichtiger Nährstoff für die Sehkraft. Beim Kochen geht das Beta-Karotin übrigens nicht verloren, ganz im Gegenteil: Im erhitzten Zustand kann das Vitamin besser vom Körper verwertet werden.

Und nicht nur das Kürbisfruchtfleisch ist lecker und gesund, sondern auch die Kerne. Sie sind geschält und als Kürbiskernöl im Handel erhältlich. Kürbiskerne enthalten unter anderem Vitamin E und Linolsäure – was sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken kann. Außerdem sind die Kerne reich an Tryptophan: eine Aminosäure, die an der Produktion des Glückhormons Serotonin beteiligt ist. Ferner stecken in Kürbiskernen wertvolle Omega-3-Fettsäuren – ein Plus für positive Blutfettwerte.

Kürbiskauf und Lagerung

Ob ein Kürbis reif ist, lässt sich mit einem einfachen Klopftest feststellen: Ein hohler Klang spricht für eine reife Frucht. Zudem sind die Stiele von reifen Kürbissen verholzt. Achten Sie bei Ihrem Einkauf darauf, dass der Kürbis weder braune Flecken noch Druckstellen hat.

Kürbisse können im kühlen Keller oder an einem anderen kühlen – aber frostfreien – Ort mehrere Monate gelagert werden. Angeschnittene Kürbisse sind allerdings nur etwa 3 bis 4 Tage im Kühlschrank haltbar. Kürbis in zubereiteter Form – beispielsweise als Kürbissuppe oder Auflauf – kann man problemlos einfrieren. Und auch angedünstete Kürbiswürfel lassen sich tiefkühlen und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten. Roher Kürbis hat im Gefrierfach übrigens nichts verloren: Denn das rohe Fruchtfleisch wird durch das Einfrieren zäh.

erstellt am: 13.10.2017