Krebserkrankungen – Einfluss des persönlichen Lebensstils

Die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen steigt drastisch – und das weltweit. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO werden bis 2030 jährlich mehr als 21 Millionen Menschen neu an Krebs erkranken. Die Ursachen für bösartige Tumore sind vielfältig: Genetische Faktoren scheinen vermutlich ebenso eine Rolle zu spielen wie Umweltbedingungen, die steigende Lebenserwartung und der individuelle Lebensstil.

Gesund leben: Lässt sich das persönliche Krebsrisiko senken?

Auch wenn sich Krebs nicht allein durch einen gesunden Lebensstil vermeiden lässt:  Wer sich ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt und krebserregende Stoffe meidet, senkt das persönliche Erkrankungsrisiko – und schützt sich zudem vor anderen Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.

Rauchfrei leben

Rauchen gilt als der wichtigste vermeidbare Faktor für die Entstehung von Krebs. Das Risiko, als Tabakkonsument an einem Lungenkarzinom zu erkranken, ist gegenüber Nichtrauchern deutlich erhöht. Doch nicht nur Lungenkrebs, sondern auch zahlreiche andere bösartige Tumorarten wie Rachen-, Kehlkopf-, Kiefer-, Magen-, Blasen- oder Brustkrebs werden durch Rauchen begünstigt.
Daher ist es medizinisch sinnvoll, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Körper kann sich zwar nicht vollständig, aber zumindest teilweise von den gesundheitsgefährdenden Einflüssen erholen. Zudem schützen Nichtraucher auch ihre Mitmenschen – denn auch durch Passivrauchen kann Krebs verursacht werden.

Wenig Alkohol trinken

Regelmäßiger Alkoholkonsum schadet der Gesundheit nachhaltig. Bereits geringe Mengen begünstigen Veränderungen an Leber, Bauchspeicheldrüse und weiteren Organen. Wer auf Alkohol weitgehend verzichtet, senkt zudem das Risiko, an Rachen- und Kehlkopf-, Magen- oder Leberkrebs zu erkranken.

Vorsichtig mit UV-Strahlen sein

Ob ein Sonnenbad im heimischen Garten, Urlaub in exotischen Ländern, Skifahren bei Sonnenschein oder der Besuch von Solarien: UV-Strahlung in zu hohen Dosen ist krebserregend. Besonders gefährdet sind Menschen, die aufgrund ihres Hauttyps leicht Sonnenband bekommen. Experten raten, die Haut stets mit einer dicken Schicht Sonnencreme zu schützen, intensive Mittagssonne zu meiden und auf ausgiebige Sonnenbäder – und vor allem Solariumsbesuche – zu verzichten.

Weniger Fleisch essen

Der häufige Konsum von verarbeitetem Fleisch wie Wurst, Schinken oder Kasseler birgt nach neuesten Studien ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Ferner scheint es einen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Verzehr von rotem Fleisch – also Schwein, Rind, Kalb oder Lamm – und Krebserkrankungen zu geben. Daher empfehlen Ernährungsberater, den Fleischkonsum wöchentlich auf zwei bis drei kleine Portionen zu beschränken und bevorzugt weißes Fleisch wie Geflügel zu essen.

Sich ballaststoff- und vitaminreich ernähren

Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse: Ballaststoffe sättigen und unterstützen die Verdauung. Zwar gibt es in der medizinischen Forschung noch keine eindeutig gesicherten Belege, dennoch scheinen Ballaststoffe das Risiko für Karzinome im Verdauungstrakt zu senken: dies gilt vor allem für Mastdarmkrebs.

Sich regelmäßig bewegen

Ob Sport oder Bewegung im Alltag: Beides steigert das Wohlbefinden, hält den Körper fit und stärkt das Immunsystem. Auch das Risiko, an bestimmten bösartigen Tumoren wie Darmkrebs zu erkranken, lässt sich durch regelmäßige Bewegung mindern. Ideal sind täglich 30 Minuten körperliche Aktivitäten – dabei muss es nicht einmal das schweißtreibende Training im Fitnessstudio sein. Selbst regelmäßiges Treppensteigen und ein kurzer Spaziergang sind wertvoll. 
 

erstellt am: 02.01.2018