Gesundes und sicheres Grillvergnügen

Ob im heimischen Garten oder im Park: Die sommerliche Grillsaison ist im vollen Gange. Grillen macht Spaß, ist lecker und gilt zudem als besonders fettarme Garmethode. Wir haben Ihnen wichtige Tipps für einen gesunden und sicheren Genuss vom Rost zusammengestellt.

Der Klassiker: Grillfleisch

Schwenksteaks, Koteletts und Bratwürste zählen zu den Grillklassikern. Allerdings bestehen sie aus rotem Fleisch – also aus Schweine-, Rind- oder Lammfleisch. Der regelmäßige Verzehr von rotem Fleisch steht im Verdacht, Darmkrebs zu begünstigen. Bevorzugen Sie daher möglichst weißes Fleisch: Hähnchen und Pute. Weiße Fleischsorten sind besonders fettarm und leicht verdaulich. Und sie entwickeln auf dem Grill weniger Fleischsaft, der in die Glut tropfen kann.

Ob Kasseler, Bockwürstchen, Schinken oder Speck: gepökelte Fleischwaren sind nicht zum Grillen geeignet. Denn das darin enthaltene Pökelsalz reagiert bei Temperaturen über 150 Grad Celsius mit den Eiweißbestandteilen des Fleisches – es bilden sich krebserregende Nitrosamine.

Wie wäre es mit gegrilltem Gemüse oder Fisch?

Als Alternative zum bewährten Grillsteak oder zur Grillwurst bietet sich Gemüse an. Seien Sie kreativ: Lecker sind beispielsweise bunte Gemüsespieße aus Auberginen, Pilzen, Paprika und Zwiebeln. Schmackhaft sind auch gegrillte Maiskolben und Grillkartoffeln. Tipp: Bestreichen Sie Gemüse vor dem Grillen mit Öl, da es sonst austrocknet und leicht verbrennt.

Auch Fisch und Meeresfrüchte machen sich gut auf dem Grill: Sie sind gesund, fettarm und schnell gegart. Besonders empfehlenswert sind frische Forelle, Makrele, Lachs oder Garnelen. Oder Sie lassen sich von der orientalischen Küche inspirieren und probieren Halloumi: Dieser Käse ist halbfest, schmilzt nicht und ist somit ideal für das Garen über der Glut geeignet.

Holzkohle oder Elektrogrill?

Der authentisch-rauchige Geschmack, der beim Grillen mit Holzkohle entsteht, wird von vielen Grillfans besonders geschätzt. Diese Zubereitungsart hat jedoch einen gesundheitlichen Nachteil: Tropft Fett, Fleischsaft oder Marinade in die heiße Glut, können sich krebserregende Stoffe bilden – die sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Eine einfache und wirkungsvolle Methode gegen die Bildung von PAKs sind Grillschalen aus Aluminium, die das Abtropfen verhindern. Weniger authentisch, aber dafür einfacher ist das Grillen mit einem Elektrogrill. Hier ist die Bildung von gesundheitsschädlichen Stoffen sehr unwahrscheinlich. Zudem sind Elektrogrills auch für das Grillen auf dem Balkon oder in geschlossenen Räumen geeignet.

Tipps zum sicheren Grillen mit Holzkohle

Wenn Sie mit Holzkohle grillen, sollten Sie sich stets bewusst sein, dass Sie mit offenem Feuer hantieren. Beherzigen Sie daher unsere Tipps zum sicheren Grillen.

  • Stellen Sie den Grill kippsicher und windgeschützt auf. Sinnvoll ist ein Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien.
  • Verwenden Sie niemals flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus, Alkohol oder Benzin zum Anzünden des Grillfeuers. Gießen Sie diese hochentzündlichen Flüssigkeiten auch niemals auf bereits glühende Holzkohle – es besteht die Gefahr einer lebensgefährlichen Verpuffung des hochexplosiven Luft-Gas-Gemisches.
  • Nutzen Sie zum Anfeuern feste Grillanzünder wie Zündwürfel aus dem Fachhandel. Und: Haben Sie Geduld. Bis Grillkohle ordentlich durchgeglüht und grillbereit ist, braucht es Zeit. Wenn die Kohle komplett von weißer Asche überzogen ist und hellrot darunter leuchtet, kann es losgehen. Dies kann bis etwa 40 Minuten dauern.
  • Materialien wie Kartons, Altpapier oder Tannenzapfen sind nicht zum Grillen geeignet. Je nach Zusammensetzung und Beschichtung drohen giftige Verbrennungsgase, die das Grillgut und die Umgebung einräuchern.
  • Halten Sie sicherheitshalber Löschmittel in Reichweite des Grills bereit: beispielsweise eine Löschdecke oder einfach einen Eimer mit Sand. Löschen Sie jedoch niemals mit Wasser – denn bei brennendem Fett besteht die Gefahr einer Stichflamme.
  • Grillen Sie niemals in geschlossenen Räumen und stellen Sie keinesfalls den Grill zum Abkühlen ins Haus oder in die Garage: Selbst scheinbar abgekühlte Kohle bildet hochgiftiges Kohlenmonoxid.

erstellt am: 11.07.2017