Baden – Wellness für Zuhause

Kalte Temperaturen, grauer Himmel, Nieselregen und eisiger Wind – wie wohltuend ist bei diesem Wetter wohlige Wärme. Wie wäre es mit einem Vollbad in der heimischen Badewanne? Dieses kann Beschwerden wie Nervosität, Verspannungen, Stress oder eine aufkommende  Erkältung lindern. Das warme Wasser umschmeichelt den Körper, woraufhin sich verkrampfte Muskeln entspannen und die Seele zur Ruhe kommt. 

Die medizinische Wirkung eines Vollbades

Ein warmes Bad von rund 38 Grad Celsius erhöht die Kerntemperatur des Körpers und führt zu einer Art künstlichem Fieber – Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Überwärmung. Die Wärme regt zahlreiche günstige Prozesse im Organismus an, so wird die Durchblutung verbessert und das Gewebe durchlässiger für Abwehrzellen, welche sich auf dem Weg zu ihrem Einsatzort befinden. Droht Ihnen also eine Erkältung, kann ein warmes Bad die Immunabwehr Ihres Körpers anspornen. Die wohltuende Dämpfe befreien ferner Ihre Atemwege.

Vorsicht: Sollten Sie jedoch schon an einer fieberhaften Erkältung leiden, ist warmes Vollbad nicht empfehlenswert, da es eine zu große Belastung für den Kreislauf darstellt. Passen Sie auch auf, wenn Sie generell unter Herz-Kreislauf-Beschwerden wie einem zu hohen Blutdruck leiden: Hier sollten Sie vorher Ihren Arzt um Rat fragen.

Richtig baden und entspannen

Der beste Zeitpunkt für ein Bad ist abends kurz vor dem Schlafengehen. Sie sollten allerdings nicht länger als 15 bis 20 Minuten im warmen Wasser liegen bleiben, da es ansonsten zu einer Austrocknung der Haut kommen kann. Aus dem gleichen Grund sollten Sie nicht öfters als ein- bis zweimal pro Woche baden.

Die ideale Wassertemperatur beträgt 37 bis 39 Grad. Wenn Sie allerdings zu lange in heißem Wasser baden, kann dies zu Kreislaufbeschwerden führen. Nach einem warmen Vollbad sollten Sie langsam und vorsichtig aus der Wanne steigen. Falls Sie Ihren Kreislauf ankurbeln möchten, ist ein kurzer  Schenkel- oder Fußsohlenguss mit kaltem Wasser ideal. Da durch das Baden die Haut ihre schützenden fetthaltigen Substanzen verliert, ist es empfehlenswert, nach dem Bad eine fetthaltige Körperlotion aufzutragen – vor allem im Winter.

Verschiedene Bäder und deren Wirkung auf den Körper

Kräuterbäder: Thymian entfaltet im Wasser wohltuende Dämpfe, die Erkältungsbeschwerden lindern und krampflösend bei Husten wirken. Eukalyptus befreit die Atemwege, da er eine schleimlösende Wirkung hat. Die Latschenkiefer besitzt einen entzündungshemmenden Effekt, kann jedoch auch bei Durchblutungsstörungen und Muskelverspannungen eingesetzt werden.

Entspannungsbad: Der Duft des Lavendels gilt seit langem als entspannend und beruhigend. Ähnlich ist die Wirkung des ätherischen Öls des Zedernholzes. Vanille und Zimt haben einen harmonisierenden Effekt.

Erfrischungsbad: Möchten Sie Ihren Körper erfrischen, dann sind Düfte wie Rosmarin, Pfefferminze oder Zitrone ideal. Diese Aromen fördern die Durchblutung des Körpers und beleben ihn.

Zum Einschlafen: Wirksam gegen Nervosität und Schlafstörungen sind Lavendel, Baldrian, Hopfen, oder Passionsblume. Nach etwa zehn Minuten werden die angenehm beruhigenden, ätherischen Öle langsam über die Haut aufgenommen – eine wohltuende Entspannung setzt ein.

Erhältlich sind die Düfte als industriell hergestellte Schaumbäder oder als Badezusätze auf Ölbasis. Wichtig: Falls Sie ätherische Öle verwenden, so geben Sie diese nicht unverdünnt ins Badewasser. Denn die Öle lösen sich nicht im Wasser, sondern  schwimmen lediglich an der Wasseroberfläche und können die Haut reizen. Es empfiehlt sich, die Öle zuvor mit einem sogenannten Emulgator zu vermischen, beispielsweise mit süßer Sahne, Honig oder Milch. Ferner können Sie 5 bis 10 Tropfen des Öls in einen neutralen Badezusatz geben.

Neben diesen angenehmen Düften tragen ein wohltemperierter Raum, sanftes Licht und beruhigende Musik ebenso dazu bei, dass sich Körper und Geist vollständig entspannen können.

erstellt am: 30.11.2017