Männer sind die Sorgenkinder der Vorsorge: Nur 20 Prozent nehmen die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahr. Vorsorgemuffel nehmen damit ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko in Kauf: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Prostata- und Lungenkrebs gehören zu den häufigsten Todesursachen von Männern. Wer regelmäßig die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen besucht, kann sein individuelles Risiko entsprechend senken.
Krankheit und körperliche Schwäche gehören für viele Männer nicht zu ihrem Selbstbild. Sie haben es oft nicht gelernt, mit ihren Familien über ihre Ängste zu sprechen. Für sie gilt: Zum Arzt geht man nur, wenn man wirklich krank ist. Springen Sie über Ihren Schatten! Tun Sie sich und Ihren Lieben einen Gefallen: Nehmen Sie die Möglichkeit zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung war.
Im Zentrum der Vorsorgeuntersuchung steht die Krebsvorsorge, besonders der für Männer relevante Prostata- und Darmkrebs. Im zweijährlichen Check-up werden ab dem 35. Lebensjahr das Herz-Kreislauf-System, die Nieren und der Blutzucker untersucht. Damit decken die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen einen Großteil der Risikobereiche für Männer ab.
| Alter | Untersuchung |
|---|---|
Ab 35 Jahren | alle zwei Jahre Untersuchung der Haut auf Anzeichen für Hautkrebs (Hautkrebsscreening) alle zwei Jahre Gesundheits-Check-up (Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankung, Diabetes) |
| Ab 45 Jahren | jährliche Untersuchung der Genitalien und Prostata |
| Ab 50 Jahren | Dickdarm- und Rektumuntersuchung (zur Früherkennung von Darmkrebs) |
| ab 55 Jahren | zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren oder Untersuchung auf nicht-sichtbares Blut im Stuhl) |