Golf


Zur Anzeige des Videos benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player.

Komplexe Bewegungsabläufe

Etwa eine halbe Million Menschen in Deutschland spielt Golf. Auch wenn der Sport – aufgrund der hohen Jahresbeiträge (ab etwa 350 Euro) – vergleichsweise teuer ist, erfreut sich Golf wachsender Beliebtheit. Denn Golf ist zwar das langsamste Rückschlagspiel, aber bei Weitem nicht das einfachste. 

Mit moderater Belastung fit

Regelmäßiges Golfspielen steigert die Konzentrationsfähigkeit und fördert die Koordination, denn es gilt einen dreidimensionalen Bewegungsablauf aufeinander abzustimmen. Beim Golfschwung werden 124 von insgesamt 434 Muskeln bewegt und koordiniert. Regelmäßige Golfspieler stärken vor allem ihre tiefen Rückenmuskeln.

Gut zu wissen

  • Golf im Grünen zu spielen ist ein maßvolles Ausdauertraining, denn bei einem Platz mit 18 Löchern läuft man bis zu 10 Kilometer und verbrennt in dreieinhalb Stunden ca. 1 100 Kilokalorien. Eine Runde Golf über 18 Löcher regt den Fettstoffwechsel an und kann den Cholesterinspiegel um bis zu 15 Prozent senken.

  • Golf stärkt zudem das Herz-Kreislauf-System. Gestressten Büromenschen bietet Golf auch psychisch einen Ausgleich zum meist hektischen Arbeitsalltag. Denn beim Putten und Chippen kommt es nicht nur auf die körperliche Ertüchtigung an, sondern man stärkt auch die sozialen Kontakte unter Freunden und Bekannten. 

Nicht zu ehrgeizig sein

Sehr wichtig vor dem Spiel ist die Aufwärmphase, in der die Spieler die Rumpfmuskulatur und die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule trainieren sollten. Durch ein moderates Aufwärmprogramm lassen sich Fehlbelastungen und Verletzungen an der Lendenwirbelsäule vermeiden. Meniskusschäden drohen, wenn man beim Schlagen des Balles zu extrem ausholt und dabei das feststehende Bein stark verdreht. 

Die Golfausrüstung

Als Anfänger brauchen Sie keine nagelneue Ausrüstung. Häufig gibt es gebrauchte Sets zu kaufen. Und für ein Probespiel empfiehlt es sich, die Ausrüstung gegen Gebühr (ab 20 Euro) auszuleihen. Profis nehmen in der Regel vierzehn Golfschläger mit auf die Runde

Bei den Golfschlägern unterscheidet man zwischen Hölzern  für Abschlag und weite Schläge, Eisen inklusive der Wedges für das Spiel auf den Spielbahnen und sogenannte Putter zum Einlochen auf dem Grün. Viele Einsteiger entscheiden sich für einen halben Schlägersatz. Seit einigen Jahren findet man in vielen Golftaschen auch sogenannte Hybriden, Schläger aus einer Mischung aus Eisen und Holz.

Schuhe
Als Einsteiger brauchen Sie für das Üben auf der Driving Range nur feste Schuhe mit Profilsohlen. Sobald Sie auf den Platz gehen, sollten Sie auf Golfschuhe mit Plastik-Spikes oder Noppen umsteigen, denn sie bieten einen besseren Halt durch die Griffigkeit der Spikes in der Sohle.

Handschuh
Um die Handfläche vor Blasen zu schützen und den Schläger sicher zu halten, ist ein dünner Handschuh sinnvoll. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass Rechtshänder einen Handschuh für die linke Hand benötigen und umgekehrt.

Vereinigung clubfreier Golfspieler

Wer die hohen Jahresbeiträge in einem Golfclub nicht zahlen oder keinem Golfclub beitreten möchte, hat die Möglichkeit, in die Vereinigung clubfreier Golfspieler  www.vcg.de einzutreten.

Ein paar Begriffe, die Sie kennen sollten:

  • Bunker: Hindernis (meist eine Sandkuhle), das oft auf dem Weg zum oder direkt am Grün liegt
  • Chippen: Schlag aus kurzer Distanz zum Grün, der den Ball möglichst nahe ans Loch befördern soll
  • Driving Range: Übungsgelände zum Warmspielen und für Anfänger
  • Grün: Zielfläche, in der das Loch liegt
  • Par: Zahl der Schläge, mit denen ein Loch getroffen oder ein Platz absolviert werden soll
  • Platzreife: „Führerschein“ für Golfer, der auf vielen Plätzen zum Spielen nötig ist
  • Putten: Ein Schlag auf dem Grün zum Loch, bei dem der Ball rollt, nicht fliegt
  • Wedges: Schläger mit dem größten Loft, dem Neigungswinkel der Schlagfläche


Die Kombination aus Kraft, Koordination und Konzentration und nicht zuletzt Ausdauer macht Golf zu einer idealen Sportart für alle, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Und weil Erfahrung, Gespür und Technik über Sieg oder Niederlage entscheiden, spielt das eigene Alter und das der Mitspieler keine Rolle. 

Aktuelle Informationen zum Thema „Golf“ finden Sie unter http://www.golf.de/.

nach oben